KI-Routine entwickeln: Die größte Herausforderung der KI-Transformation meistern
Am Montag hatten wir einen Kunden zu einem Workshop in Amsterdam zu Gast.
Nach dem Brainstorming habe ich einen Screenshot der zahlreichen Sticky Notes gemacht und ChatGPT gebeten, diese zu sortieren und thematische Cluster zu bilden. ChatGPT erledigte diese Aufgabe einwandfrei, aber das war nicht das Überraschende.
Das Überraschende war, dass der CEO des Kunden mich unterbrach und sagte: »Wow, was hast du da gerade gemacht? Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, ChatGPT hier zu nutzen.«
Diese Anekdote illustriert die größte Herausforderung, der sich Unternehmen derzeit in der KI-Transformation stellen müssen.
Die meisten Mitarbeiter hinterfragen ihre Arbeitsprozesse nicht und kommen daher nicht auf die Idee, KI-Assistenten zur Unterstützung ihrer täglichen Arbeit einzusetzen. Dies betrifft eine Vielzahl ihrer täglichen Aufgaben und Workflows, bei denen KI erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung bieten könnte.
Dies ist der Unterschied zwischen einem »KI-Power-User« und einem normalen Anwender. Ein passendes Zitat aus einem Bericht von Microsoft und LinkedIn lautet: »Im Vergleich zu anderen User-Gruppen halten Power-User häufiger vor einer Aufgabe inne und fragen sich, ob KI helfen kann.«
Um die KI-Transformation erfolgreich zu gestalten, müssen Unternehmen die Arbeits- und Denkweisen ihrer Mitarbeiter verändern. Die KI-Transformation ist in erster Linie eine Aufgabe des Change-Managements.
Hier sind einige Tipps, wie Unternehmen diese Herausforderung angehen können:
Grundlagenwissen aufbauen: Im ersten Schritt braucht es natürlich Grundlagenwissen. Wir empfehlen Unternehmen, einen »KI-Führerschein« als Grundlagenschulung genauso wie etwa die Compliance-Schulungen als Pflichtveranstaltung einzuführen.
Anwendungsfälle zeigen: Nach den Grundlagen braucht es Inspiration in Form von Anwendungsfällen. Hier sind verschiedene Formate möglich. Regelmäßige Impulsvorträge, Workshops oder Meetings, die von internen KI-Champions orchestriert werden, sind nur einige Möglichkeiten.
Gewohnheiten etablieren: Danach beginnt die eigentliche Arbeit, da sich Arbeits- und Denkweisen nicht über Nacht verändern lassen. Es braucht Strategien und Ansätze, die die Mitarbeiter unterstützen, KI-Assistenten täglich einzusetzen. Wir bei DECAID setzen unter anderem auf ein Bootcamp-Format, in welchem die Teilnehmenden 21 Tage lang jeden Tag eine E-Mail mit KI-Aufgaben, Ressourcen und Inspiration erhalten. Dazu wird ein digitales Tagebuch gepflegt, um die Learnings festzuhalten.
Gepaart mit Gamification-Ansätzen, wie etwa bei Duolingo, funktioniert dies hervorragend, um die Teilnehmenden dazu zu motivieren, jeden Tag mindestens eine Aufgabe mit einem KI-Assistenten zu lösen (antworte gerne auf die E-Mail, wenn du dazu Fragen hast). Das ist am Ende auch das Wichtigste. Nur durch die regelmäßige KI-Routine lösen sich die teilweise über Jahre festgefahrenen Prozesse, und die Beschäftigten beginnen, »KI-First« zu denken. Ab diesem Zeitpunkt realisieren Unternehmen erhebliche Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen.
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BLDRS GmbH.
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Timo Springer
CEO und Co-Founder DECAID Studio